Gruesse aus Pelhrimov Tschechien 25.05.2015

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Mittwoch, 8. April 2015

Tischlern für die Meisen

Homberger Ferienspiel-Kinder bauten Nistkästen in der Berufsschule

VON SIGRID EHL-VON UNWERTH

Es gibt Schüler und Lehrer, die sich in den Ferien freiwillig in der Schule tummeln. Dahinter steckt ein ganz besonderer Beweggrund: Auf dem Stundenplan stehen nämlich nicht die üblichen Schulfächer wie Deutsch, Mathe und Englisch, sondern Projekte wie Osterhasen backen und Nistkastenbau. Also: Kopfarbeit inklusive handwerklicher Praxis — eben mal eine Herausforderung der anderen Art. Die ließen sich mehrere Dutzend Ferienspielkinder beim 72. Osterferienpass der Planungsgruppe Freizeitspiele nicht entgehen. Neben einem Handball-Schnupperkurs, einer Entdeckungsreise durch das begehbare Herz in Fulda sowie dem Besuch im Kasseler Naturkundemuseum war die Küche der Homberger Berufsschule Ziel für österliche Teig-Kunst. Vollkommen neu und gerade deshalb umso faszinierender für die jungen Teilnehmer aber war die Tischlerwerkstatt der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule. Hier wartete Fachlehrer Frank Lindekamm mit jeder Menge Lärchenholz-Bretter, die Berufsschüler bereits geleimt, gespannt und geschnitten hatten, auf den Schreiner-Nachwuchs. Der zeigte sich hoch motiviert, um ein außergewöhnliches Bauvorhaben zu realisieren. Unter der Anleitung des erfahrenen Lehrmeisters galt es, in mehr als 30 Arbeitsschritten Nistkästen für Blau-, Hauben- und Tannenmeisen zu konstruieren. Dabei bohrten, sägten, feilten und schraubten die gelehrigen Pennäler ohne jegliche Berührungsängste mit Profi-Werkzeugen, Akku-Schrauber, Raspel, Feile und rasiermesserscharfer japanischer Säge. „Man muss es ihnen einfach zutrauen, dann klappt es auch", sagte Lindekamm und behielt Recht. So waren nach fünf Stunden zahlreiche Villen entstanden, in denen die Meisen in den kommenden Monaten ihren Nachwuchs aufziehen können. Für Nils Kreutzmann (10) aus Holzhausen war der praktische Einsatz für den Naturschutz überfällig: „Wir haben einen großen Garten, da ist viel Platz für Familie Meise.

 

pelhrimov 2014

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Deutsch-Tschechische Schulpartnerschaft
Homberg-Pelhrimov 2013

 

Produktion von Schaukelpferden für Kindergärten in Homberg und Umgebung

 

Homberg. Abenteuerliche Reitausflüge mit einem altbewährten Spielzeug-Klassiker werden künftig in fünf Kindergärten regelmäßig auf dem Programm stehen: Erzieherinnen und Schützlinge der Kindergärten in Holzhausen, Lenderscheid, Hülsa, Rengshausen sowie die Kindergruppe Kimm aus Melsungen nahmen kürzlich in der Homberger Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule jeweils zwei massive Holz-Schaukelpferde in Empfang.

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Glückliche Nachwuchs-Jockeys, kreative Baumeister, großzügige Sponsoren: Alle Beteiligten freuten sich über das erfolgreiche deutsch-tschechische Kooperationsprojekt. Foto: Ehl-von Unwerth

Die begehrten Spielgeräte auf gebogenen Kufen entstanden in deutsch-tschechischer Gemeinschaftsproduktion. Insgesamt zehn Exemplare baute eine Homberger Tischler-Berufsschulklasse im dritten Ausbildungsjahr gemeinsam mit sieben Auszubildenden der tschechischen Partnerschule Stredni Skola aus Pelhrimov. Innerhalb einer Woche wurde das Arbeitsprojekt in national gemischten Gruppen von einem ersten skizzierten Rohentwurf bis hin zur Fertigung an der Werkbank sowie mittels modernster CNC-Technik umgesetzt. Dank der finanziellen Unterstützung der VR-Bank Schwalm-Eder konnten die Spielgeräte an die Kindergärten gespendet werden. Von dem in dieser Form seit vielen Jahren bestehenden Austausch beider Schulen profitierten grundsätzlich alle Beteiligten, beteuerten die beiden Fachlehrer Matthias Rohwer und Frank Lindekamm, die das Projekt an der Homberger Berufsschule betreuen. „Die Fähigkeit zur Teamarbeit ist eine wichtige Eigenschaft in der modernen Berufswelt.“ Dabei lernen die Auszubildenden nicht nur die Holzverarbeitungstechniken im jeweils anderen Land, sondern auch die unterschiedlich organisierten Bildungssysteme kennen. In Tschechien wird ausschließlich in der Berufsschule gelehrt, Deutschland dagegen praktiziert die duale Ausbildung in Handwerksbetrieben und Berufsschule. Entsprechend erlebten die Gäste nicht nur den deutschen Berufsschulunterricht, sondern auch die Praxis in den Betrieben ihrer Partnerschüler. Neben den handwerklichen Techniken spiele auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen eine wichtige Rolle. Die Fähigkeit zur Teamarbeit sei eine wichtige Eigenschaft in der modernen Berufswelt, betonten die Fachlehrer. Ein eigens zusammengestelltes Begleitprogramm sorgte schließlich auch für Einblicke in die deutsche Lebensmentalität.

Quelle HNA 2013

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Projekt Beschlagscontainer

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Gemeinsam mit dem Beschlagshersteller Hettich entwerfen und produzieren die Schüler des 3. Lehrjahres ein Möbel für unsere Schule, an dem alle gängigen Beschlagssituationen gezeigt werden können. Die Firma Hettich stellt uns hierfür freundlicherweise die benötigten Beschläge zur Verfügung.

Zur Umsetzung des Projektes nutzen wir unsere CAD- und CNC-Technologien.

Das Projekt ist Bestandteil unserer Zusatzqualifikation "CNC-Fachkraft im Tischlerhandwerk"

 

 

 

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Europäisches Schüleraustauschprojekt "Schubkarre"